Was ist der Beleihungswert?


Der Beleihungswert einer Immobilie ist der Wert, den eine Immobilie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bei einem Verkauf oder einer Versteigerung erbringen wird.

Man kann den Beleihungswert daher eventuell auch als den nachhaltigen Wert einer Immobilie bezeichnen.

Der Beleihungswert einer Immobilie ist wichtig, da man Immobilien in der Regel über einen Kredit kauft. Das funktioniert, weil der Finanzierung (dem Kredit) eine werthaltige Sicherheit gegenübersteht, die die Bank verwerten kann, falls der Kreditnehmer (aus welchen Gründen auch immer) ausfällt.

Der Beleihungswert wird von der jeweils finanzierenden Bank eigenständig ermittelt. Sie kann hierfür verschiedene Verfahren heranziehen. Die drei häufigsten Verfahren sind: das Sachwertverfahren, das Vergleichswertverfahren und das Ertragswertverfahren. Meist nutzen Banken diese Verfahren nicht in Reinform, sondern nutzen zusätzlich weitere Methoden um den Beleihungswert einer Immobilie für eine Finanzierung zu ermitteln.

Wichtig: Der Beleihungswert entspricht in der Regel nicht dem Kaufpreis einer Immobilie, sondern er liegt in der Regel darunter! Gesetzlich ist den Banken sogar vorgeschrieben, dass der Beleihungswert maximal dem Kaufpreis einer Immobilie entsprechen darf.

Auch wenn man eine Immobilie stark unter Marktwert einkauft, und die Bank intern bei der Bewertung der Immobilie auf einen höheren Marktwert kommt, so darf trotzdem nur der Kaufpreis als Beleihungswert herangezogen werden.